die Reisen 
Noch schnell an der lauwarmen Milch genippt und ein Stück Gugelhupf mit auf den Weg und schon eilen wir an der Seite des Herrn Kafka die Treppe des Oppelt-Hauses am Altstädter Ring herunter. Quer durch den Platz, die Zeltnergasse zum Josefplatz entlang. Aus der Ferne schimmert in der morgendlichen Sonne die Kuppel der Arbeiter-Unfall-Versicherungsanstalt, seiner Arbeitsstätte. Wie immer zu spät!
Kafkas Gedanken schweifen nach Berlin ab, immerfort zu Felice: kommt heut der langersehnte Brief, der endlich Klarheit schafft? Hält sie Wort?!
An Arbeit ist da nicht zu denken.
Ach, das Versicherungswesen, lästig Brotberuf!
Gleich am Nachmittag, gehts hoch hinauf, zum Hradschin, in das Goldene Gässchen. Hier, in wohltuender Ruhe und Abgeschiedenheit, den Alchimisten nacheifernd, erschuf Kafka Zauberhaftes. Und wieder sind wir Zeuge.

Ich entführe Sie für Stunden an die Seite dieses Magiers, der wahrhaftig zaubern konnte, dem Prag als Bühne diente und wir begegnen ihm in den engen Gassen, in mitreißenden Anekdoten und den zahlreichen Cafés. Wir begleiten den scheuen, ständig freundlich lächelnden Herren, der mal Gärtner, mal Soldat, mal Reiseführerverleger, dann wieder Ehemann werden wollte und bei dem über allem das heilige Schreiben schwebte.
Wir lernen ihn kennen, zuweilen verstehen. Wir steifen Mythos und Klischee ab und erfahren, wie es sich wirklich zutrug.

Jede Führung wird vor Reiseantritt ausführlich besprochen, geplant und auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt. Ich unterstütze Sie gerne bei der Reiseplanung und Hotelbuchung.
Bitte beachten Sie, dass es sich um exklusive Führungen handelt, die von höchster Qualität sind und ausschließlich auf Anfrage stattfinden.
Sie erhalten schon bei der eintägigen Tour eine fundierte Einführung in Kafkas Welt. Ratsam sind jedoch zwei bis drei Tage, um der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und Anekdoten gerecht zu werden.
Meine Führungen eignen sich für Kafka-Liebhaber, Literaturinteressierte, aber auch für Schüler, Studenten, Lehrer und Professoren: als Unterrichtsergänzung, Studiumsvertiefung oder aus purer Leidenschaft.
Danach wird man schlicht das Gefühl nicht los, Kafka und seine Welt fortan mit den Augen eines Eingeweihten zu sehen.